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Leistungen  ·  Bezahlt sichtbar

Deine Produkte in der Suche, mit Bild und Preis.

Für Onlineshops: Produktdaten sauber an Google übergeben, damit die Artikel dort auftauchen, wo Leute nach ihnen suchen. Ein Teil davon kostet nichts.

Was das Merchant Center überhaupt ist

Das Merchant Center ist die Schnittstelle, über die ein Shop seine Produktdaten an Google übergibt: Titel, Beschreibung, Preis, Verfügbarkeit, Bild, Versandkosten. Aus diesen Daten baut Google die Produktkästen mit Foto und Preis, die bei Suchanfragen nach Artikeln erscheinen, sowie den Reiter für Shopping.

Der wichtigste Punkt daran wird oft übersehen: Ein Teil dieser Platzierungen ist unbezahlt. Wer die Daten sauber übergibt, kann dort auftauchen, ohne Werbebudget einzusetzen. Bezahlte Anzeigen sind eine Möglichkeit obendrauf, keine Voraussetzung.

Warum es meistens an den Daten scheitert

Google ist bei Produktdaten streng, und zwar aus gutem Grund: Wer Preise vergleicht, muss sich auf sie verlassen können. Deshalb wird abgeglichen, ob der übermittelte Preis mit dem im Shop übereinstimmt, ob Versandkosten und Lieferzeit hinterlegt sind, ob es Angaben zu Rückgabe und Widerruf gibt und ob ein Impressum erreichbar ist.

Weicht etwas ab, werden einzelne Artikel abgelehnt oder das ganze Konto gesperrt. Das trifft regelmäßig Shops, die technisch völlig in Ordnung sind, aber zum Beispiel Bruttopreise übermitteln und Nettopreise anzeigen. Die Fehlermeldungen dazu sind nicht immer selbsterklärend, und genau das kostet Betreiber oft Wochen.

Woran ich zuerst arbeite

Zuerst der Feed selbst: Sind alle Pflichtfelder gefüllt, stimmen Verfügbarkeit und Preis, gibt es zu jedem Artikel ein brauchbares Bild ohne Wasserzeichen und Werbetext? Danach die Titel, denn die entscheiden mit darüber, bei welchen Suchen ein Produkt überhaupt erscheint. Ein Titel wie „Modell 3000“ hilft niemandem, „Akku-Heckenschere 40 V mit 60 cm Schwert“ dagegen sehr.

Anschließend die Formalien rund um den Shop, an denen die Prüfung hängt, und zum Schluss die Frage, ob sich zusätzlich bezahlte Anzeigen lohnen. Wenn dein Sortiment schmal oder deine Marge dünn ist, sage ich auch hier, dass sich der Aufwand nicht rechnet. Für Betriebe ohne Shop ist das Thema ohnehin keins, da sind Google Ads und das Unternehmensprofil die richtigen Wege.

Was ein guter Produkttitel leistet

Der Titel entscheidet stärker als jede andere Angabe darüber, bei welchen Suchen ein Artikel überhaupt erscheint. Google gleicht ihn mit dem ab, was Leute eintippen, und die tippen selten Modellbezeichnungen. Sie suchen nach Art, Eigenschaft und Größe: Heckenschere mit Akku, Bettdecke 155 mal 220, Terrassendielen aus Lärche.

Ein brauchbarer Titel beginnt deshalb mit der Marke, nennt danach die Produktart und ergänzt die zwei, drei Merkmale, nach denen tatsächlich gesucht wird. Alles, was nach Werbung klingt, gehört nicht hinein: Ausrufezeichen, Versprechen wie Bestseller oder Sonderangebot und Versandhinweise werden von Google ohnehin abgelehnt. Bei einem Sortiment von mehreren hundert Artikeln lohnt es sich, diese Regeln einmal sauber in den Feed einzubauen, statt jeden Titel von Hand zu pflegen.

Wann sich der Aufwand rechnet

Sinnvoll ist das Merchant Center überall dort, wo Produkte klar benennbar sind und es Menschen gibt, die genau danach suchen. Bei Nischenprodukten mit eigener Marke bringt es oft mehr als jede Anzeige, weil kaum Wettbewerb um dieselben Artikel besteht. Bei Massenware, die zwanzig andere Händler zum selben Preis führen, entscheidet dagegen fast nur der Preis, und dann muss man sich fragen, ob man dieses Rennen mitgehen will.

Häufige Fragen

Was Shopbetreiber vorher wissen wollen

Kostet Google Shopping Geld?

Nicht zwingend. Ein Teil der Shopping-Platzierungen ist kostenlos, seit Google den Bereich für unbezahlte Einträge geöffnet hat. Voraussetzung ist ein funktionierendes Merchant-Center-Konto mit sauberen Produktdaten. Zusätzlich lassen sich bezahlte Anzeigen schalten, das ist aber eine eigene Entscheidung.

Mein Konto wurde gesperrt. Was jetzt?

Das passiert häufig und meist wegen Formalien: fehlende Angaben zu Versand und Rückgabe, Preise auf der Website weichen vom übermittelten Preis ab, keine erreichbaren Kontaktdaten. Der Weg zurück führt über das Beheben der Ursache und einen Antrag auf erneute Prüfung. Ich sehe mir an, woran es lag, und mache es startklar.

Brauche ich einen bestimmten Shop dafür?

Nein. Die gängigen Systeme wie WooCommerce, Shopify oder Shopware bringen alle einen Weg mit, einen Datenfeed zu erzeugen. Bei selbst gebauten Shops lässt sich der Feed ebenfalls erstellen. Wichtiger als das System ist, dass die Produktdaten vollständig und korrekt sind.

Was ist die GTIN und brauche ich die wirklich?

Die GTIN ist die weltweit eindeutige Artikelnummer, meist identisch mit dem Barcode. Google nutzt sie, um dein Produkt mit demselben Artikel bei anderen Händlern abzugleichen. Bei Markenware ohne GTIN läuft es schlecht. Bei Eigenprodukten, die es sonst nirgends gibt, geht es auch ohne, dann muss man das entsprechend kennzeichnen.

Stand: 08/2026

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