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Homepage erstellen lassen: was du dafür brauchst

Woran Projekte hängen bleiben, sind nicht Budgets, sondern fehlende Texte und Fotos. Was du bereitlegen solltest, wie der Ablauf aussieht und fünf Fragen vor der Unterschrift.

Du hast dich entschieden, die Sache abzugeben. Gute Entscheidung, wenn deine Zeit anderswo mehr wert ist. Was jetzt kommt, ist nicht kompliziert, aber es geht schief, wenn niemand vorher sagt, wer was liefert. Genau darum geht es hier: was du bereitlegen solltest, wie der Ablauf aussieht und woran Projekte tatsächlich hängen bleiben.

Ich habe kein einziges Projekt erlebt, das am Geld gescheitert wäre. Gescheitert sind sie daran, dass die Informationen nie kamen.

Daniel Weihmann

Die erste Frage ist nicht das Design

Bevor irgendjemand etwas baut, muss eine Sache geklärt sein: Was soll auf der Seite passieren? Nicht „informieren“, das ist keine Antwort. Sondern konkret: Soll jemand anrufen, ein Formular abschicken, einen Termin buchen, sich bewerben, in den Laden kommen?

Das klingt banal, entscheidet aber über alles Weitere. Ein ambulanter Pflegedienst hat zwei Ziele auf einer Seite: Angehörige, die eine Versorgung suchen, und Pflegekräfte, die einen Job suchen. Meistens ist die Personalsuche inzwischen der wichtigere Grund für die Website, und dann sieht die Startseite anders aus als eine reine Leistungsseite.

Ein Autohaus mit Werkstatt hat ebenfalls zwei Wege: Fahrzeugkauf und Werkstatttermin. Die dürfen sich nicht gegenseitig verdecken. Wer das vorher klärt, spart die Runde, in der später alles umgestellt wird.

Was du bereitlegen solltest

Das ist der Teil, den du nicht abgeben kannst, und der Teil, an dem der Zeitplan hängt. Rechne mit zwei bis drei Stunden deiner Zeit, verteilt über das Projekt.

Deine Leistungen, einzeln benannt

Nicht „Wir bieten alles rund ums Dach“, sondern eine Liste: Dacheindeckung, Flachdachabdichtung, Dachfenster, Dachrinnen, Sturmschaden. Jede dieser Zeilen kann später eine eigene Seite werden, weil Leute genau danach suchen. Wenn alles in einem Absatz steht, findet Google nichts, wonach es sortieren könnte.

Schreib dazu, was du nicht machst. Das ist genauso wertvoll, weil es die Anfragen abwehrt, die dich nur Zeit kosten.

Fotos aus dem Betrieb

Eigene Fotos, keine gekauften. Der Eingang, damit Leute das Haus wiedererkennen. Fahrzeuge mit Beschriftung. Die Werkstatt, das Team, fertige Arbeiten. Handyfotos bei gutem Licht sind besser als Stockmaterial, das auf zehntausend anderen Seiten hängt.

Wenn keine da sind, sag es früh. Dann planen wir einen Termin ein oder bauen die Seite so, dass sie ohne große Bildflächen funktioniert. Was nicht funktioniert, ist zwei Wochen zu warten, weil noch fotografiert werden soll.

Die Zahlen und Fakten, die niemand nachschlagen kann

Gründungsjahr, Zahl der Mitarbeiter, Einzugsgebiet, Zertifikate, Innungsmitgliedschaft, Notdienstzeiten, Zahlungsarten. Klingt nach Kleinkram, ist aber genau das, wonach jemand sucht, der zwischen dir und einem Mitbewerber schwankt.

Zugänge, wenn es schon eine Seite gibt

Wo liegt die Domain, wer ist als Inhaber eingetragen, wo läuft der Webspace, wer hat das Passwort. Bei Betrieben, die seit fünfzehn Jahren online sind, dauert diese Frage manchmal eine Woche, weil derjenige, der es wusste, nicht mehr im Betrieb ist. Fang damit früh an.

Wie der Ablauf bei mir aussieht

Am Anfang steht ein Telefonat oder ein Besuch, je nachdem, wie weit weg du sitzt. Im Umkreis von etwa hundert Kilometern um Köthen komme ich vorbei, und das lohnt sich öfter, als man denkt: In einer halben Stunde im Betrieb sehe ich mehr als in drei Telefonaten.

Danach bekommst du eine Empfehlung mit Festpreis. Darin steht, was gebaut wird, was es kostet und wie lange es dauert. Wenn ich der Meinung bin, dass sich der Aufwand für dich nicht rechnet, sage ich das an dieser Stelle. Bis dahin hast du nichts bezahlt.

Sagst du zu, sammle ich Texte und Bilder ein, baue einen ersten Stand und zeige ihn dir auf einer Adresse, die außer uns niemand kennt. Dort schaust du in Ruhe, wir gehen es gemeinsam durch, ich baue ein. Wenn alles steht, schalte ich um, melde die Seite bei Google und Bing an und sorge dafür, dass alte Adressen weiter funktionieren.

Ab der Zusage rechne mit zwei Wochen. Das ist realistisch, weil ich ohne Baukasten und ohne Abstimmung über vier Ecken arbeite. Was den Plan verschiebt, ist fast immer der Punkt aus dem vorigen Abschnitt.

Was brauchst du, damit es losgehen kann?

Erzähl mir, was dein Betrieb macht und wen du erreichen willst. Ich sage dir, welche Texte und Bilder du noch sammeln solltest und wie die Seite danach aufgebaut wird.

Anfrage stellen 0176 53908409

Was der Text angeht: du musst nicht schreiben können

Das ist die Sorge, die ich am häufigsten höre, und sie ist unnötig. Du musst deinen Beruf können, nicht das Schreiben. Der Weg, der bei den meisten Betrieben funktioniert, ist umgekehrt: Du erzählst mir am Telefon, was du machst und für wen, ich schreibe daraus die Seite, und du liest gegen und sagst, wo es fachlich nicht stimmt.

Gegenlesen fällt fast allen leichter als schreiben. Und der Text wird besser, weil er die Wörter benutzt, die deine Kunden benutzen, statt der Wörter, die man in Prospekten findet. Warum die Reihenfolge Text vor Gestaltung überhaupt wichtig ist, steht ausführlicher in Was kommt zuerst: Text oder Webdesign?.

Wenn ein Handwerker mir zwanzig Minuten lang erzählt, warum die meisten Leute beim Wurzelfräsen die falsche Frage stellen, dann steht die halbe Seite schon.

Daniel Weihmann

Fünf Fragen, die du vorher stellen solltest

Egal, an wen du dich wendest, diese fünf Fragen sortieren die Angebote schneller als jeder Preisvergleich.

  • Läuft die Domain auf meinen Namen? Wenn nicht, gehört sie dir nicht, und du kannst nicht wechseln.
  • Bekomme ich alle Zugangsdaten? Webspace, Domainverwaltung, Redaktionssystem. Wer sie zurückhält, sichert sich einen Kunden, statt ihn zu überzeugen.
  • Gibt es eine Mindestlaufzeit? Eine Website mit 48 Monaten Bindung ist eine Finanzierung, kein Auftrag.
  • Was kostet es im Jahr, wenn nichts passiert? Domain, Webspace, Zertifikat, Wartung. Die Summe muss vorher auf dem Tisch liegen.
  • Was passiert mit meinen alten Adressen? Wenn deine bisherige Seite bei Google steht, muss jede alte Adresse weiterleiten. Ohne das ist die neue Seite anfangs schlechter auffindbar als die alte.

Wann sich das Abgeben nicht lohnt

Damit es ehrlich bleibt: Es gibt Fälle, in denen du keine gebaute Website brauchst. Wenn du eine einzelne Veranstaltung ankündigst, reicht ein Eintrag. Wenn du in drei Monaten in Rente gehst, lohnt sich kein Neubau. Und wenn dein Geschäft ausschließlich über Laufkundschaft und Empfehlungen läuft und du keine neuen Kunden willst, ist ein gepflegtes Google Unternehmensprofil der günstigere Weg. Wie das im Einzelnen geht, steht in Lokal gefunden werden.

Bei allen anderen gilt: Die Seite ist der einzige Ort im Netz, der dir gehört. Alles andere, Profile, Portale, Verzeichnisse, kann seine Regeln ändern oder verschwinden.

Kurz gefasst

Kläre zuerst, was auf der Seite passieren soll. Leg deine Leistungen einzeln benannt, eigene Fotos, ein paar harte Fakten und die Zugangsdaten bereit. Rechne mit zwei bis drei Stunden eigener Zeit und zwei Wochen Umsetzung ab Zusage. Und stell die fünf Fragen oben, bevor du unterschreibst.

Was das kostet, steht in Was kostet eine Website wirklich?. Wenn du direkt loslegen willst, ruf an oder schreib mir: unverbindlich anfragen. Der Rahmen für das Ganze steht bei meiner Leistung Webdesign.

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Wenn du das nicht selbst umsetzen willst, übernehme ich es. Ein Telefonat reicht, um zu klären, ob sich das für dich lohnt.