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Google Unternehmensprofil & Karten

Lokal gefunden werden: was wirklich hilft

Von der richtigen Kategorie bis zu Bewertungen: die Stellschrauben, mit denen ein Betrieb in der Umgebung sichtbar wird.

Du hast ein Geschäft, eine Praxis, ein Restaurant, eine Werkstatt oder bietest eine Leistung in deiner Umgebung an. Kunden kommen zu dir oder wollen, dass du zu ihnen kommst. Vereine, Einrichtungen und Veranstaltungsorte gehören genauso dazu.

Die meisten suchen dich bei Google, bevor sie anrufen. Was sie dort finden, entscheidet, ob sie überhaupt anrufen.

Daniel Weihmann

Und nein, niemand kramt dafür das Anzeigenblatt hervor. Selbst wer das Internet nicht nutzt, fragt jemanden, der eben schnell nachsieht.

Wonach die Leute wirklich suchen

Bei örtlichen Suchen geht es selten um Werbebotschaften. Gesucht werden Telefonnummer, Öffnungszeiten und Adresse. Dazu die Frage, wer gerade in der Nähe ist und ob man dort hinkommt. Und immer wieder die stille Vorentscheidung zwischen zwei Anbietern, die beide auf der Karte stehen.

Das heißt: Deine wichtigste Visitenkarte ist nicht deine Website, sondern das, was Google direkt anzeigt, bevor jemand irgendwo klickt.

Der Selbsttest, drei Minuten

Nimm dein Handy, nicht den Rechner, denn so machen es deine Kunden auch. Such nacheinander nach:

  • deinem Firmennamen
  • deiner Branche plus Ort, etwa „Elektriker Köthen“
  • deiner konkreten Leistung plus Ort, etwa „Wurzelfräsen Bernburg“
  • deiner Leistung plus „in der Nähe“

Beim eigenen Namen solltest du oben stehen, das ist meistens der Fall. Interessant sind die anderen drei. Tauchst du dort im Kartenblock auf, den drei Einträgen über den normalen Ergebnissen? Wenn nicht, weißt du, wo die Arbeit liegt.

Das Unternehmensprofil ist die Grundlage

Google stellt Gewerbetreibenden das Unternehmensprofil kostenlos zur Verfügung, früher hieß es Google My Business. Damit legst du deinen Betrieb an, übernimmst einen bestehenden Eintrag oder korrigierst, was dort falsch steht. Das geht ohne eigene Website und kostet nichts.

Ein Hinweis dazu, der leider nötig ist: Wenn dich jemand anruft und Geld dafür verlangt, deinen Eintrag zu „aktivieren“ oder zu „verifizieren“, leg auf. Das ist kostenlos, immer.

Findet man dich in deiner Gegend?

Nenn mir deinen Ort und das, was du anbietest. Ich prüfe, wie du dort bei Suche und Karte dastehst, und sage dir, welche Handgriffe am meisten bringen.

Anfrage stellen 0176 53908409

Die fünf Stellschrauben, die den Unterschied machen

Die richtige Hauptkategorie

Das ist der wichtigste Punkt und gleichzeitig der häufigste Fehler. Die Hauptkategorie entscheidet mit darüber, bei welchen Suchen du überhaupt erscheinst. Wer sich als „Bauunternehmen“ einträgt, obwohl er Bäume fällt, kommt bei „Baumfällung in der Nähe“ nicht vor.

Die falsche Kategorie ist der teuerste Fehler, den man in fünf Minuten beheben kann.

Daniel Weihmann

Sieh dir an, welche Kategorie deine sichtbarsten Mitbewerber gewählt haben. Nebenkategorien darfst du zusätzlich vergeben, aber die Hauptkategorie muss sitzen.

Öffnungszeiten, die stimmen

Steht dort, dass du geschlossen hast, obwohl du offen bist, ruft derjenige beim Nächsten an. Besonders wichtig sind Feiertage, denn dafür gibt es eigene Einträge, die kaum jemand pflegt. Ein Betrieb, der am Feiertag als geöffnet gilt und dann nicht abhebt, sammelt genau dafür schlechte Bewertungen ein.

Leistungen und Einzugsgebiet eintragen

Du kannst einzelne Leistungen hinterlegen, und du solltest es tun, weil danach gesucht wird. Wer zum Kunden fährt statt Laufkundschaft zu haben, gibt statt einer Adresse ein Einzugsgebiet an, etwa mehrere Orte oder den Landkreis. Für Handwerk und Pflegedienste ist das der Normalfall.

Eigene Fotos statt Stockmaterial

Ein Bild vom Eingang, damit Leute das Haus wiedererkennen. Fahrzeuge, Werkstatt, Team, fertige Arbeiten. Keine gekauften Bilder, die überall sonst auch hängen. Profile mit eigenen Fotos wirken lebendiger und glaubwürdiger, und es dauert zehn Minuten.

Bewertungen und Antworten

Bewertungen zählen doppelt: für die Platzierung und für die Entscheidung zwischen zwei Einträgen. Frag nach getaner Arbeit danach, mit einem kurzen Link, den man am Telefon vorlesen kann. Kaufen lässt man besser bleiben, das fällt auf und kann den Eintrag kosten.

Wichtiger als die Menge ist, dass du antwortest. Auf jede Bewertung, auch auf die knappen. Eine ruhige, sachliche Antwort auf Kritik wirkt auf Mitlesende oft überzeugender als zwanzig Sterne ohne Text.

Was auf der Website dazugehört

Das Profil trägt viel, aber nicht alles. Auf deiner Seite sollten Name, Adresse und Telefonnummer exakt so stehen wie im Profil, inklusive Schreibweise. Widersprüchliche Angaben in Verzeichnissen sind ein unterschätztes Problem.

Dazu gehört eine Seite je Leistung statt einer Seite, auf der alles in einem Absatz steht. Und die Telefonnummer als anklickbarer Link, denn am Handy will niemand eine Nummer abtippen.

Was das bringt und was nicht

Örtliche Sichtbarkeit ist einer der schnellsten Hebel im Online-Marketing. Nach meiner Erfahrung sieht man erste Bewegungen nach vier bis acht Wochen, und der ganze Aufwand liegt bei wenigen Stunden. Was es nicht ist: ein Ersatz für eine gute Website. Wer im Kartenblock gefunden wird und dann auf einer Seite landet, die auf dem Handy nicht funktioniert, hat nichts gewonnen.

Wenn du das nicht selbst machen willst, sieh dir an, was ich dabei übernehme: Google Unternehmensprofil und Karten.

Lieber machen lassen?

Wenn du das nicht selbst umsetzen willst, übernehme ich es. Ein Telefonat reicht, um zu klären, ob sich das für dich lohnt.