Es ist die erste Frage in fast jedem Telefonat, und sie ist berechtigt. Trotzdem bekommst du im Netz selten eine Zahl zu sehen. Stattdessen steht dort „individuell nach Aufwand“, und du bist so schlau wie vorher. Ich mache es hier andersherum und nenne zuerst die Zahl, dann die Begründung.
Eine Unternehmenswebsite beginnt bei mir bei 2.000 Euro netto als Festpreis. Dazu kommen laufend ab 25 Euro netto im Monat für Wartung, de-Domain, Webspace, SSL-Zertifikat und E-Mail-Postfächer. Wenn du jetzt aufhören willst zu lesen, hast du das Wichtigste.
Wer keinen Preis nennt, verhandelt später über den Preis. Wer einen nennt, verhandelt über den Umfang. Das zweite Gespräch ist für beide Seiten das bessere.
Daniel Weihmann
Warum die Spanne so groß ist
Wenn du fünf Angebote einholst, bekommst du Zahlen zwischen 400 und 15.000 Euro. Das liegt nicht daran, dass vier davon dich betrügen wollen. Es liegt daran, dass mit dem Wort „Website“ vier völlig verschiedene Dinge gemeint sind.
Bei 400 Euro bekommst du in aller Regel eine Vorlage in einem Baukasten, in die jemand deinen Text einträgt. Das ist kein Betrug, es ist genau das, was es kostet: ein halber Tag Arbeit. Bei 15.000 Euro sitzt eine Agentur mit Projektleitung, Gestaltung, Text und Entwicklung an einer Seite mit vierzig Unterseiten, Anbindung an ein Warenwirtschaftssystem und drei Abstimmungsrunden. Auch das ist ehrlich kalkuliert.
Dazwischen liegt das, was die meisten Betriebe brauchen und was ich baue. Der Punkt ist: Du musst wissen, welche der vier Sorten du gerade angeboten bekommst, sonst vergleichst du Äpfel mit einem Traktor.
Was den Preis wirklich bewegt
Nicht die Optik. Eine schlichte Seite ist nicht billiger als eine bunte, meistens ist sie sogar aufwendiger, weil weniger Elemente mehr Entscheidungen verlangen. Was den Preis bewegt, ist der Umfang, und der lässt sich vorher zählen.
Die Zahl der Seiten mit eigenem Inhalt
Eine Seite mit fünf Unterseiten und einem Kontaktformular ist in wenigen Tagen gebaut. Eine mit dreißig Leistungsseiten, weil jede Leistung einzeln gefunden werden soll, dauert länger, weil jede dieser dreißig Seiten einen eigenen Text braucht. Der Aufwand steckt im Text, nicht im Layout.
Ob Texte und Bilder vorhanden sind
Das ist der Posten, der Projekte teuer und langsam macht, und über den vorher fast nie gesprochen wird. Wenn du mir eine Handvoll Fotos und drei Sätze schickst, muss jemand daraus zwanzig Seiten machen. Wenn du deine Leistungen bereits beschrieben hast und ein Fotograf im Betrieb war, sparst du an dieser Stelle mehrere Tage.
Funktionen, die über eine Anfrage hinausgehen
Ein Kontaktformular ist Standard. Terminbuchung, ein Kundenbereich mit Login, ein Shop, eine Fahrzeugbörse oder eine Anbindung an ein bestehendes System sind es nicht. Jede dieser Funktionen ist ein eigenes kleines Projekt, mit eigener Wartung danach.
Der Bestand, der übernommen werden muss
Wenn du seit 2012 online bist und deine alten Adressen bei Google eingetragen sind, muss jede davon nach dem Umschalten weiter funktionieren. Bei zwanzig Seiten ist das eine Stunde. Bei den 674 Ortsseiten, die auf meiner eigenen alten Domain liegen, sind es mehrere Tage. Diesen Posten unterschlagen viele Angebote, und du merkst es erst, wenn die Anfragen ausbleiben.
Was in den 2.000 Euro drinsteckt
Es ist keine Gestaltungspauschale. Enthalten ist die Grundlage, die eine Seite braucht, damit sie überhaupt etwas bringt:
- Aufbau und Gestaltung, von Hand gebaut, nicht aus einem Baukasten
- Unterstützung bei den Texten, damit du nicht vor einem leeren Blatt sitzt
- Grundlegende Suchmaschinenoptimierung, damit die Seite von Anfang an auffindbar ist
- Aufbereitung für die KI-Suchen, weil ein wachsender Teil der Leute dort fragt
- SSL, eine Einrichtung ohne fremde Skripte und die Grundlagen der Barrierefreiheit
- Anmeldung bei Google und Bing und die Weiterleitungen von den alten Adressen
Wie die Anmeldung im Einzelnen abläuft, habe ich getrennt aufgeschrieben, für Google und für Bing. Beides gehört zum Umfang, du kannst es aber auch selbst nachvollziehen.
Wo liegt deine Seite im Preisrahmen?
Schreib mir kurz, was auf der Seite passieren soll und was an Texten und Bildern schon da ist. Ich sage dir, in welchem Rahmen dein Vorhaben liegt, bevor du irgendetwas unterschreibst.
Anfrage stellen 0176 53908409
Die Kosten, die nach der Rechnung kommen
Hier liegt der teure Teil, und darüber redet fast niemand vor dem Vertrag. Eine Website ist kein Möbelstück, das man einmal kauft. Sie braucht laufend eine Domain, Speicherplatz, ein gültiges Zertifikat und, wenn sie auf WordPress läuft, regelmäßige Updates.
Rechne selbst nach, mit groben Spannen (Stand Oktober 2026, je nach Anbieter): Eine de-Domain kostet je nach Anbieter zwischen 10 und 20 Euro im Jahr. Ein ordentlicher Webspace liegt bei 5 bis 15 Euro im Monat. Ein WordPress-Wartungsvertrag beginnt bei den meisten Anbietern bei 30 bis 80 Euro monatlich. Zusammen bist du schnell bei 600 bis 1.000 Euro im Jahr, und das läuft, solange die Seite steht.
Bei mir sind das ab 25 Euro netto im Monat, auf einer Rechnung, monatlich kündbar. Der Grund, warum das geht, ist die Bauweise: Eine Seite ohne Datenbank und ohne dreißig Plugins verlangt schlicht weniger Pflege. Wenn deine Seite auf WordPress läuft und dort bleiben soll, wird es mehr, weil dann tatsächlich jeden Monat Arbeit anfällt.
Der Preis auf dem Angebot ist die eine Hälfte. Die andere steht in der Zeile, die niemand liest: was du in fünf Jahren dafür bezahlt hast, dass die Seite läuft.
Daniel Weihmann
Drei Beispiele aus der Praxis
Damit die Zahlen greifbar werden, drei Fälle aus der Gegend. Preise nenne ich hier keine, weil sie zu den Kunden gehören, aber der Umfang zeigt, wo der Aufwand liegt.
Ein Physiotherapiebetrieb wie die Praxis am Luisium in Dessau-Waldersee braucht eine Seite je Behandlungsart, weil Patienten nach Krankengymnastik oder Lymphdrainage suchen und nicht nach dem Praxisnamen. Das sind acht bis zwölf Textseiten plus Team, Anfahrt und Terminanfrage. Kleiner Rahmen, klare Struktur.
Ein Handwerksbetrieb mit Einzugsgebiet wie das Baumfällteam braucht dieselbe Grundstruktur, dazu aber Seiten für die einzelnen Arbeiten und für das Gebiet, in dem gearbeitet wird. Der Aufwand steckt in der Frage, wie viele Ortsseiten sinnvoll sind und ab wann sie zu Textmasse werden.
Ein Industriezulieferer wie Blockstahl ist ein anderer Fall: mehrere Sprachen, technische Datenblätter, lange Entscheidungswege beim Kunden. Da liegt der Aufwand in der Struktur und in der Pflege der Produktdaten, nicht in der Startseite.
Woran du ein unseriöses Angebot erkennst
Ein paar Muster tauchen immer wieder auf. Wenn dir eine Seite für 49 Euro im Monat angeboten wird, ohne dass eine Einmalsumme fällig wird, dann finanzierst du sie über eine Laufzeit, oft 36 oder 48 Monate. Rechne die Summe aus, bevor du unterschreibst.
Wenn im Angebot steht, dass die Domain auf den Anbieter läuft, gehört sie dir nicht. Wenn du die Zugangsdaten zum Webspace nicht bekommst, kannst du nicht wechseln. Und wenn jemand dir eine Platzierung bei Google zusichert, verspricht er etwas, das er nicht kontrolliert. Bei mir gehören Domain, Inhalte und Zugänge dir, ohne dass wir darüber reden müssen.
Wie du vor dem Telefonat schon Geld sparst
Schreib dir vorher drei Dinge auf. Erstens: Was soll auf der Seite passieren, ein Anruf, ein Formular, ein Termin, eine Bewerbung. Zweitens: Welche Leistungen willst du einzeln gefunden haben. Drittens: Was hast du an Bildern und Texten schon da. Mit diesen drei Antworten kann ich dir in einem Telefonat sagen, in welchem Rahmen wir liegen, statt einen Termin für die Bedarfsanalyse zu vereinbaren.
Was du dir sparen kannst, ist die Vorarbeit an Farben und Vorlagen. Die Reihenfolge ist andersherum, und warum das so ist, steht in Was kommt zuerst: Text oder Webdesign?.
Kurz gefasst
Ab 2.000 Euro netto Festpreis, zwei Wochen Umsetzung ab Zusage, ab 25 Euro netto im Monat für den laufenden Betrieb. Was den Preis bewegt, ist der Umfang und der vorhandene Bestand, nicht die Optik. Und der Posten, der dich langfristig mehr kostet als die Erstellung, sind die laufenden Kosten.
Wenn du wissen willst, wo dein Vorhaben liegt, ruf an oder schreib mir kurz, was du vorhast: unverbindlich anfragen. Was alles zu einer Website gehört, steht bei meiner Leistung Webdesign.