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Suchmaschinenoptimierung

Parameter-Aufrufe mit origin=serp_auto

Plötzlich tauchen in den Zugriffen URLs mit dem Parameter origin=serp_auto auf. Woher die kommen und ob man etwas tun muss.

In meinen Matomo-Auswertungen fielen mir Besuche auf, deren Adresse am Ende einen zusätzlichen Parameter trug: ?origin=serp_auto. Die Seite selbst war korrekt, nur hing dieser Anhang dran. Eine Suche im Netz brachte zunächst nichts Brauchbares, also habe ich selbst nachgesehen.

Woher der Parameter kommt

Die Spur führt zum DuckDuckGo-Browser unter Android. Ich habe die App installiert, dort gesucht und ein Ergebnis angetippt, und der Parameter war sofort da.

Den DuckDuckGo-Browser unter Android installiert, die Suche verwendet, und der Parameter war beim ersten Klick sofort dran.

Daniel Weihmann

Suchergebnis im DuckDuckGo-Browser unter Android

Bei Reddit gibt es dazu eine Diskussion unter dem Titel Why are all the urls ending in ?origin=serp_auto. Nutzer berichten dort dasselbe: Beim Antippen eines Suchergebnisses wird der Zusatz automatisch angehängt. Kopiert man den Link stattdessen oder öffnet ihn in einem neuen Tab, passiert es nicht.

Bemerkenswert ist das deshalb, weil DuckDuckGo mit Datenschutz wirbt und ein solcher Anhang nach Nachverfolgung aussieht. Nach Angaben in dieser Diskussion hat sich dort auch ein Mitarbeiter geäußert: Es handele sich um einen Fehler und nicht um eine gewollte Funktion, nachstellen ließ es sich im Team offenbar nicht. Ich konnte das nicht selbst überprüfen. Warum es bei mir direkt nach der Installation auftrat, kann ich nicht sagen.

Was das für deine Auswertung bedeutet

Praktisch relevant ist der Parameter aus einem anderen Grund. Jede Adressvariante wird in der Statistik als eigene Seite gezählt. Aus einer Seite werden dadurch zwei Zeilen, und die Aufrufe verteilen sich darauf.

Nicht jeder unbekannte Parameter ist ein Problem. Die meisten sind Rauschen, das man einmal versteht und danach sauber ausfiltert.

Daniel Weihmann

In Matomo lässt sich das an zwei Stellen aufräumen. Für einen schnellen Blick reicht ein Segment, bei dem die Seitenadresse den Ausdruck enthält. So habe ich mir angesehen, wie viele Aufrufe es überhaupt betrifft, und das waren wenige.

Dauerhaft besser ist es, den Parameter global ausschließen zu lassen. In den Einstellungen unter den Website-Angaben gibt es dafür eine Liste zu ignorierender Parameter, in der ohnehin schon Einträge wie gclid oder fbclid stehen. Dort gehört origin dazu. Danach werden beide Varianten wieder als eine Seite gezählt.

Auswertung der Gerätetypen bei Aufrufen mit dem Parameter

Tauchen bei dir Adressen mit Parametern auf?

Ich sehe mir an, ob diese Aufrufe deiner Seite schaden, und richte die Seite so ein, dass sie keine doppelten Inhalte erzeugen.

Anfrage stellen 0176 53908409

Und suchmaschinenseitig?

Zwei Adressen mit demselben Inhalt sind zunächst doppelter Inhalt. Entscheidend ist deshalb, dass jede Seite eine Canonical-Angabe auf sich selbst trägt, und zwar ohne Parameter. Dann weiß die Suchmaschine, welche Fassung zählt, und der Anhang richtet keinen Schaden an.

Canonical-Angabe im Quelltext einer betroffenen Seite

Das ist ohnehin der Grund, warum solche Parameter selten wehtun: Werbeklicks, Newsletter-Kennzeichnungen und Verweise aus Apps hängen ständig irgendetwas an. Eine Seite, die ihre eigene Adresse sauber benennt, kommt damit klar.

Was ich daraus mitgenommen habe

Wenn in der Statistik etwas Unbekanntes auftaucht, lohnt es sich, der Sache einmal nachzugehen, statt sie zu ignorieren. Meistens ist es harmlos, wie hier. Manchmal steckt aber ein echtes Problem dahinter, etwa eine Weiterleitung, die Parameter mitschleppt, oder eine interne Verlinkung, die Adressvarianten erzeugt. Den Unterschied merkt man erst, wenn man nachsieht.

Wer eine solche Analyse für seine eigene Seite braucht: Ich schaue mir Zugriffszahlen an und sage, was davon Rauschen ist und was ein Befund, siehe Suchmaschinenoptimierung.

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