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Suchmaschinenoptimierung

Was Suchmaschinenoptimierung kostet

Warum eine Monatspauschale ohne Leistungsverzeichnis nichts aussagt, woraus sich der Aufwand zusammensetzt und mit welcher Rechnung du zwei Angebote vergleichbar machst.

Auf die Frage, was Suchmaschinenoptimierung kostet, bekommst du im Netz zwei Sorten Antworten. Die eine ist eine Monatspauschale ohne jede Angabe, wofür. Die andere ist ein Absatz darüber, dass sich das pauschal nicht sagen lasse. Beide helfen nicht weiter.

Ich mache es hier anders und nenne bewusst keine Zahl. Nicht aus Geheimniskrämerei, sondern weil eine Zahl ohne Leistungsverzeichnis genau das Problem ist, um das es hier geht. Was ich stattdessen liefere: die Rechnung, mit der du Angebote vergleichbar machst.

Eine Monatspauschale ohne Leistungsverzeichnis ist kein Preis, sondern ein Abonnement auf Hoffnung.

Daniel Weihmann

Woraus sich der Preis überhaupt zusammensetzt

Suchmaschinenoptimierung ist kein Produkt, sondern Arbeitszeit an vier verschiedenen Baustellen. Wer ein Angebot bekommt, sollte erkennen können, wie viel davon in welche Baustelle geht.

Technik

Ladezeiten, Adressstruktur, Weiterleitungen, Indexierung, strukturierte Daten, Fehler in der Search Console. Das ist der Teil, der einmal gemacht wird und dann steht. Er ist bei einer selbstgebauten Seite manchmal an einem Tag erledigt und bei einer über zehn Jahre gewachsenen Seite mit drei Umzügen und zwei Systemwechseln eine Woche Arbeit.

Inhalte

Der Posten, der laufend anfällt und der die Wirkung bringt. Eine Seite je Leistung schreiben, vorhandene Texte überarbeiten, Fragen beantworten, die deine Kunden tatsächlich stellen. Das ist Textarbeit, und Textarbeit kostet Zeit, egal wer sie macht.

Umfeld

Unternehmenseintrag, Verzeichnisse, Erwähnungen, Verlinkungen von anderen Seiten. Hier wird am meisten Geld verbrannt, weil eingekaufte Links ein Risiko sind und weil viele Angebote genau hier eine große Zahl hinschreiben, die niemand prüfen kann.

Auswertung

Nachsehen, was passiert ist, und die Richtung anpassen. Das ist der kleinste Posten und der, der in Angeboten am größten aussieht, weil ein monatlicher Bericht nach viel Gegenwert aussieht.

Die einzige Frage, die Angebote vergleichbar macht

Sie lautet: Was genau bekomme ich in diesem Monat, und woran erkenne ich hinterher, dass es gemacht wurde?

Wenn die Antwort lautet „laufende Optimierung, Monitoring und Reporting“, hast du keine Antwort. Wenn sie lautet „zwei neue Leistungsseiten, Überarbeitung der Startseite, Einrichtung der Search Console und ein Gespräch von einer Stunde“, dann kannst du das prüfen, und du kannst es mit dem nächsten Angebot vergleichen.

Rechne jedes Angebot in Stunden um. Wenn eine Agentur eine Pauschale nennt und du fragst, wie viele Arbeitsstunden dahinterstehen, bekommst du entweder eine Zahl oder eine Ausweichbewegung. Beides ist eine Information.

Was den Aufwand bei dir treibt

Zwei Betriebe mit demselben Umsatz können völlig verschiedene Aufwände haben. Diese vier Punkte entscheiden darüber:

  • Der Zustand der Seite. Eine saubere, schnelle Seite braucht kaum Technikarbeit. Eine Seite mit 300 Unterseiten aus einem alten System, von denen die Hälfte doppelt ist, braucht viel.
  • Wie umkämpft dein Feld ist. „Kanalsanierung Köthen“ ist ein anderes Rennen als „Rechtsanwalt Berlin“. Bei örtlichen Handwerksleistungen reicht oft weniger Aufwand, als die Branche behauptet.
  • Wie viele Leistungen einzeln gefunden werden sollen. Jede davon ist eine eigene Seite mit eigenem Text.
  • Ob du selbst liefern kannst. Wer seine Leistungen fachlich beschreiben kann und Fotos hat, spart den größten Einzelposten. Wer bei null anfängt, zahlt für Textarbeit.

Was braucht deine Seite wirklich an Suchmaschinenoptimierung?

Schreib mir, wo du heute stehst und welche Suchen dir Aufträge bringen sollen. Ich sage dir, welche Arbeit sich lohnt und welche du dir sparen kannst.

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Womit du rechnen musst, das nicht auf der Rechnung steht

Suchmaschinenoptimierung kostet nicht nur Geld, sondern auch deine Zeit. Fachliche Rückfragen, Gegenlesen von Texten, Freigaben, gelegentlich ein Foto. Rechne erfahrungsgemäß mit ein bis zwei Stunden im Monat auf deiner Seite. Wer das nicht einplant, bekommt Texte, die nach Marketing klingen, weil niemand aus dem Betrieb hineingesehen hat.

Die brauchbarsten Absätze auf einer Handwerksseite entstehen, wenn der Chef beim Gegenlesen sagt: So machen wir das gar nicht. Diesen Satz kann keine Agentur allein erzeugen.

Daniel Weihmann

Sechs Warnzeichen im Angebot

Nichts davon ist automatisch unseriös, aber jedes davon ist eine Rückfrage wert.

  • Eine zugesicherte Platzierung. Niemand kontrolliert Google. Wer Platz 1 garantiert, garantiert etwas, das ihm nicht gehört. Bei genauem Hinsehen bezieht sich die Zusage dann auf eine Suchanfrage, nach der niemand sucht.
  • Eine Mindestlaufzeit von zwölf oder vierundzwanzig Monaten. Bindung ersetzt Überzeugung.
  • Eine Zahl von Backlinks im Monat. Links, die man in Stückzahlen kauft, sind entweder wertlos oder ein Risiko.
  • Ein Bericht als Hauptleistung. Ein Bericht ist die Beschreibung der Arbeit, nicht die Arbeit.
  • Ein Angebot ohne vorherige Prüfung deiner Seite. Wer nicht hineingesehen hat, kann den Aufwand nicht kennen.
  • Der Anruf, der angeblich von Google kommt. Wer sich am Telefon als Google ausgibt und dir Suchmaschinenoptimierung verkaufen will, ist in aller Regel eine Masche. Google verkauft keine Platzierungen in der normalen Suche.

Was du selbst machen kannst, bevor du Geld ausgibst

Ein Teil der Arbeit kostet nur Zeit und keinen Cent, und er sollte erledigt sein, bevor jemand eine Rechnung schreibt.

Melde deine Seite aktiv an, bei Google und bei Bing. Der Bing-Teil wird regelmäßig übersehen, obwohl einige KI-Suchen ihre Antworten teilweise von dort holen. Richte die Search Console ein und sieh dir an, für welche Suchanfragen du bereits angezeigt wirst. Und pflege dein Google Unternehmensprofil, denn für einen örtlichen Betrieb ist das einer der schnellsten Hebel, siehe Lokal gefunden werden.

Wenn du das gemacht hast und trotzdem nicht gefunden wirst, weißt du wenigstens, dass es nicht an der Anmeldung liegt.

Wann sich der Aufwand nicht rechnet

Damit es ehrlich bleibt: Es gibt Fälle, in denen ich davon abrate. Wenn dein Auftragsbuch voll ist und du keine Leute findest, ist die Personalsuche das Thema, nicht die Sichtbarkeit. Wenn nach deiner Leistung im Umkreis von fünfzig Kilometern zwanzigmal im Monat gesucht wird, ist der Hebel klein, egal wie gut die Arbeit ist. Und wenn deine Seite technisch am Ende ist, ist ein Umbau der ehrlichere erste Schritt als monatliche Optimierung an einer Ruine.

Das sage ich lieber vorher als nach der dritten Rechnung. Es kostet mich hin und wieder einen Auftrag, aber ich halte es für die einzig ehrliche Art, Aufträge anzunehmen.

Kurz gefasst

Vergleiche keine Pauschalen, sondern Leistungsverzeichnisse. Frag nach Stunden und nach überprüfbaren Ergebnissen je Monat. Rechne mit ein bis zwei Stunden eigener Zeit. Und lass dir keine Platzierung zusichern, die niemand zusichern kann.

Wenn du wissen willst, wo deine Seite gerade steht und ob sich der Aufwand lohnt, sehe ich sie mir an und sage dir das, bevor irgendetwas kostet: unverbindlich anfragen. Woran ich zuerst arbeite, steht bei meiner Leistung Suchmaschinenoptimierung.

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